| Kontakt | Impressum | ||||
|
|
|||
| » Home » Berichte » Jugendgruppe zu Gast bei Osnabrücker Seifenkistenrennen | ||||
|
Jugendgruppe zu Gast bei Osnabrücker Seifenkistenrennen Am Himmelfahrtstag war es wieder so weit: Das große Osnabrücker Seifenkistenrennen am Hauswörmannsweg stand auf dem Plan. Rund 160 Fahrer hatten sich aus ganz Deutschland mit ihren Seifenkisten angemeldet. Dieses Jahr mit einem Highlight: Das Rennen gilt als Qualifikationsrennen für das Deutsche Seifenkisten Derby. Jedes Jahr aufs Neue ist das Rennen auch für die THW-Jugend Osnabrück eine Großveranstaltung. Denn der Veranstalter setzt auf den Ortsverband. Sie übernehmen für Ihn vor Ort einen Großteil der Arbeit. Am Geschehen sind natürlich nicht nur Osnabrücker Junghelfer beteiligt, denn um 130 Personen stellen zu können, braucht auch die Jugendgruppe aus Osnabrück tatkräftige Unterstützung von anderen Ortsgruppen. Und so kommen jedes Jahr Gruppen aus ganz Deutschland, dieses Jahr aus Weingarten (Bodensee), Völklingen-Püttlingen (Saarland), Elze (bei Hannover), Magdeburg und Quackenbrück nach Osnabrück. Die Anreise der Jugendgruppe Völklingen-Püttlingen mit sechs Helfern und einem Betreuer startet schon am Tag zuvor, denn man wollte die Osnabrücker Helfer schon bei den Aufbauten unterstützen. So machte sich die Gruppe gegen 14 Uhr auf den 550 km langen Weg in den Norden. Nach vielen Staus und Baustellen erreichte der MTW aus Völklingen gegen 19 Uhr endlich die Rennstrecke in Osnabrück. Nach einer kurzen Verschnaufpause ging es auch direkt daran, den Osnabrückern beim Aufbau zur Seite zu stehen. Nach dem der Aufbau gegen 23 Uhr für beendet erklärt wurde und die ersten Bekanntschaften untereinander gemacht waren, galt es auch schon direkt, die Unterkunft für die nächsten beiden Nächte herzurichten. Nach dem dies alles reibungslos geklappt hatte und 80 Kinder und Jugendliche sich in der Turnhalle ausgetobt hatten, kehrte um 24 Uhr langsam Ruhe ein. Am nächsten Morgen hieß es bereits um 6 Uhr aufstehen, zumindest für einen Großteil der Helfer, denn einige sind bereits schon länger auf; sie hatten Nachtwache auf der Rennstrecke, denn das Material, welches vor Ort war, konnte man ja nicht einfach so unbeaufsichtigt liegen lassen. Um halb sechs in der Früh gab´s Frühstück, sodass um sieben Uhr die ersten Aufgaben für den Tag verteilt werden konnten. Straßen mussten gesperrt, letzte Feinarbeiten erledigt und letztlich auch die Streckenposten verteilt werden. Für zehn Uhr war der Rennbeginn angesetzt, sodass man auch hier pünktlich starten konnte. Ab dem Start rasten Seifenkisten den ganzen Tag den Berg hinab. Die professionellen Kisten, die Road-Runner und natürlich gab es auch Fun-Kisten. So kam es vor, das plötzlich ein Hot Dog oder der Osnabrücker Dom an einem vorbeifuhr. Auch ein halb verbranntes Haus fuhr rasant den Berg hinab. Hierbei war die Aufgabe der THW´ler, den Start strukturiert zu managen, die Strecke zu sichern und einen Teil der Seifenkisten wieder zum Start zu transportieren, natürlich nicht von Hand sondern mit dem LKW. Gegen 18 Uhr neigte sich die Veranstaltung dem Ende, und es kam ein großer Haufen Arbeit auf alle Helfer zu. Denn alles was am Tag zuvor aufgebauten worden war, sollte vor Einbruch der Dunkelheit wieder abgebaut werden. So fing man an und arbeitete sich dem lang ersehnten Feierabend entgegen. Nach dem Essen wurde wieder das Nachtlager bezogen und man konnte den Tag ruhig ausklingen lassen. Am nächsten Morgen blieb die Turnhalle bis halb neun komplett still, denn alle waren vom Vortag doch recht K.O. Nach dem gemütlichen Aufstehen und Frühstücken ging es dann in das Osnabrücker Moskaubad, denn hier hatte die Stadt zum Helferschwimmen geladen. Alle, die bis jetzt noch nicht ausgepowert waren, konnten jetzt den Rest geben. Aber aufgrund der Witterungsverhältnisse, verließ man das Freibad schon zur Mittagszeit, um von der Turnhalle in den Ortsverband umzuziehen, und um dort die Schlafräume für zwei weitere Nächte aufzubauen. Nach dem die Jugendgruppen aus Völklingen-Püttlingen, Magdeburg und Weingarten ihre Nachtlager hergerichtet hatten, zeigte auch das Wetter wieder seine schönen Seiten, sodass man sich auf den Weg in die Osnabrücker City machen konnte. Warum? Wenn man schon mal in Osnabrück ist, sollte man sich auch ein paar der schönsten Gebäude und Stellen der Stadt anschauen, so z.B. das Rathaus des westfälischen Friedens oder den Osnabrücker Dom. Auf eigene Faust konnte so jeder die für sich spannendsten Orte entdecken. Danach ging es wieder zurück in die Unterkunft des THW Osnabrück. Hier konnte sich jeder Vergnügen wie er wollte. Die einen machten etwas Ruhepause, die anderen saßen am Lagerfeuer und wieder andere versuchten sich an Geländespielen. Am nächsten Morgen ging es nach dem Frühstück zur Fachgruppe Trinkwasseraufbereitung, die an dem Wochenende ebenfalls in Osnabrück zu Gast war, um ein Ausbildungswochenende durchzuführen. Man schaute sich deren Technik und Material mal etwas genauer an, aber dabei sollte es natürlich nicht bleiben. Man fuhr nach dem Mittagessen Richtung Kalkriese, wo die legendäre Varusschlacht stattfand. Hier wurde man Zeuge wie vor Tausenden von Jahren die hochentwickelten Römer von den Germanen besiegt worden sind. Bei Temperaturen um die 30 Grad konnte man es natürlich nicht ohne eine Abkühlung von Innen aushalten. Darum fuhr man zu einer nahegelegenen Eisdiele und genoss ein paar selbst gemachte Kugeln Eis. Aber damit nicht genug Programm; es ging zum Minigolfen ins Nettetal. Zum Teil weltmeisterisch schnell wurden Bälle versenkt und man hatte schnell einen Sieger bestimmt. Somit fuhr man zurück zur Unterkunft. Hier erklärte sich ein Teil der Gruppen bereit, etwas Feuerholz für den Abend zu machen und der andere Teil half der Küche bei den Vorbereitungen. Nachdem alle fertig waren, traf man sich zusammen mit der Fachgruppe Trinkwasserversorgung, um gemeinsam zu grillen und beisammen zu sitzen. So genoss man auch den letzten Abend zusammen, tauschte Geschichten aus dem THW-Alltag aus oder schaute einfach in die Flammen des Feuers. Sonntag Morgen hieß es dann aber auch schon Abschied nehmen. Nachdem alles aufgeräumt war, die Feldbetten abgebaut und der Saal wieder hergerichtet, machten sich alle auf den langen Weg Richtung Heimat. Ein großer Dank gilt Daniel Schmock, der ein guter Gastgeber zusammen mit seinem Ortsverband war, aber auch das Küchenteam in Osnabrück soll nicht unerwähnt bleiben, denn man wird selten so gut verpflegt! |