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Helfer im Einsatz

Kaminsprengung in Kusel: Ein Drama in zwei Akten

Am Samstag, den 03.03.2007, unterstützte die Fachgruppe Sprengen unter Leitung des Gruppenführers Helmut Scholl den Ortsverband Freisen bei einer Kaminsprengung. Das besondere (schwierige) an diesem Objekt bestand darin, das der Kamin an 2 Seiten von einer Halle und an der dritten Seite von einer Böschung eingeschlossen war. Desweiteren besaß der Kamin einen Innenmantel, der durch eine Schicht Granulat vom Außenmantel abgegrenzt war.

Die Vorbereitungen für diese Sprengung wurden vom Sprengberechtigten des OV Freisen, Andreas Schaal unter Mitwirkung der Beauftragten Person für das Sprengwesen, Ronny Bier getroffen. Diese berechneten die Ladungen, ermittelten das Verfahren und fertigten die Bohrlöcher für diese Sprengung an.

Am Tag der Sprengung wurde die umgebende Halle mit Stohballen geschützt und nach dem besetzen der Bohrlöcher die Sprengstelle ebenfalls mit Strohballen und Gummimatten abgedeckt. Diese sollten das Herumfliegen von Trümmerteilen verhindern.

Nachdem alle Vorbereitungen getroffen waren, stärkte sich die Truppe bei einem deftigen Mittagessen (Erbseneintopf mit Wurst). Pünktlich gegen 13:30 war die Sprengstelle geräumt und der Absperrkreis eingerichtet. Ronny Bier gab Andreas Schaal das Zeichen für die Sprengung. Ein Knall, doch der Kamin blieb wider Erwarten stehen.

Bei der Begutachtung des Objektes stellte sich heraus, das die Mitte des Maulloches noch stand, und damit der Kamin am Umfallen gehindert wurde. Also mussten neue Ladungen angebracht werden, was natürlich unter größter Vorsicht von Statten ging; der Kamin war ja zu diesem Zeitpunkt extrem einsturzgefährdet.

Die Absperrungen wurden ein zweites Mal wieder hergestellt und diesesmal gab es für den Kamin keine Chance. Mit einem lauten Knall neigte sich der Schornstein in die vorgesehene Richtung und zerbrach in tausend Einzelteile.

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