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Orkan "Kyrill": Giebelwand drohte einzustürzen Der Orkan "Kyrill" hielt vom 18.01. bis 19.01 die Helferschaft in ganz Deutschland auf Trapp; abgedeckte Dächer, umgestürzte Bäume und umgewehte Autos und LKW waren nur einige der Einsatzschwerpunkte des THW. Obwohl die Heftigkeit im Saarland nicht so hoch war wie im gesamten Bundesgebiet, musste auch hier das THW zu Einsätzen ausrücken. Am Donnerstag, 18.01, wurde gegen 22:45 der Ortsbeauftragte durch den Stab SAE informiert, das in Völklingen-Fürstenhausen die Giebelwand einer Hausruine einzustürzen drohte. Zusammen mit dem Zugführer fuhr er zur Einsatzstelle, die bereits von der Feuerwehr Völklingen unter der Leitung von Wehrführer Herbert Broy weiträumig abgesperrt war. Dieser erklärte die Lage folgendermaßen: "Durch den Sturm wurde das Dach der Ruine heruntergerissen und auf parkende Fahrzeuge geweht. Dadurch wurde der Giebel des Gebäudes instabil und droht durch den weiteren Winddruck einzustürzen. Um eine Gefährdung der Bevölkerung zu vermeiden, soll der Giebel eingedrückt und kontrolliert zu Fall gebracht werden." Nach kurzer Begutachtung und Beratung wurden über den Stab SAE gegen 23:15 die Bergungsgruppe 1 und die Fachgruppe Räumen des Ortsverbandes über Melder alarmiert. Bereits gegen 23:25 konnte der Technische Zug mit GKW I, Radlader, LKW mit den Anbaugeräten und einer Stärke von 15 Helfern zur Einsatzstelle ausrücken. Zwischenzeitlich hatte die Polizei die Strasse komplett gesperrt und die Feuerwehr die Schadenstelle ausgeleuchtet. Mittels Anbaugerät und Tiefenlöffel begann man, den Giebel Stück für Stück nach innen zu drücken. Wegen der Staubentwicklung besprühte die Feuerwehr diesen Bereich mit Wasser. Hoch konzentriert und mit funktechnischer Unterstützung von aussen gelang es dem Fahrer des BRmG, den Giebel soweit einzureissen, das er keine Angriffsfläche mehr für den Wind bot und somit die Gefährdung beseitigt war. Der Wehrführer erklärte nach einer Begutachtung die Abrissarbeiten für beendet. Die Schadenstelle wurde mit Bauzaun weiträumig abgesperrt und gesichert. Nachdem alles wieder verlastet war, rückte die Mannschaft gegen 1:00 wieder in die Unterkunft ein. Auch die Unterkunft blieb vom Orkan "Kyrill" nicht unbeschädigt. Das Anwesen befindet sich direkt am Waldrand und ist ringsherum von sehr hohen Tannen umgeben. Eine ca. 20 m hohe Tanne, die direkt hinter den Fahrzeughallen schon seit einiger Zeit erschreckend schief stand, konnte den Orkanböen nicht standhalten. Sie fiel so unglücklich, das sie zuerst die Umzäunung durchbrach und schließlich auf dem Anbau der Fahrzeughallen zum Liegen kam. Zum Glück befand sich zu dieser Zeit kein Helfer in unmittelbarer Nähe. Am Nachmittag wurde dann der Baum durch 4 Helfer fachgerecht beseitigt. Der Schaden ist allerdings geringfügig: nur ein Stück Zaun sowie das Dach des Anbaus wurden in Mitleidenschaft gezogen. |