Kontakt | Impressum
Homepage
Helfer im Einsatz

Bei dem Objekt handelt es sich um die Pumpenkammer eines unterirdischen Wasserbehälters auf dem Gelände des THW Ortsverbandes Völklingen-Püttlingen. Der eigentliche Wasserbehälter ist noch intakt.
Die Vorkammer soll zu Übungszwecken gesprengt werden.

Die Seitenwände werden mittels Bohrlochsprengung, die Decke mittles aufgelegter Ladung gesprengt.


In unmittelbarer Nähe befinden sich:

  • die Garagen des Ortsverbandes
  • das Unterkunftsgebäude (ca. 27m)
  • ein bewohntes Gebäude (ca. 50m)
  • ein Betriebsgebäude des Forstes (ca. 90m)

Ein weiters bewohntes Gebäude befindet sich in ca. 100m Entfernung, durch ein Waldstück und einen Höhenunterschied von der Sprengstelle getrennt.

Vorarbeiten

Zunächst mußte die Pumpenkammer entrümpelt und die Verbindungslöcher zum eigentlichen Wasserbehälter geschloßen werden. Auf dem Bild erkennt man, was sich in den Jahren so alles angesammelt hat. Die Baustützen wurden unter der Decke aufgestellt, da in der Deckenplatte ein Riss entstanden war, der sich immer mal ein wenig vergrößerte. Dieser Umstand war auch ein Grund für die Beseitigung dieses Hohlraumes. Die Stahlstützen wurden gegen Holzpfähle ersetzt, der Durchbruch zum Wasserbehälter mit einer Stahlplatte (40 mm) verschlossen und die Stromzuleitung für das Holzlager mit einer 30 cm Sandschicht abgedeckt


Danach wurden die 68 Bohrlöcher anhand des Bohrplanes in Rückwand und Seitenwand gebohrt.

Vorbereitung Sprengung

An dem Samstag vor der eigentlichen Sprengung wurden dann die letzten Vorbereitungen für den großen Tag getroffen. Die gesamte Decke wurde mit einer ca. 30 cm dicken Sandschicht bedeckt und in der Mitte ein Graben freigelassen, der dann die aufgelegten Ladungen aufnehmen sollte. Desweitern wurden diese Deckschicht dann mit Bandgummi abgedeckt, um das Herumfliegen des Sandes und der Trümmerteile etwas einzudämmen.

Samstag, 12.03.2005; Tag X

Zur Unterstützung unseres Sprengberechtigten Helmut Scholl und natürlich zum Erfahrungsaustausch waren Freitags 3 Helfer aus dem Ortsverband Bitburg angereist, die neben einer ganzen Menge guter Laune auch die benötigten Sprengmaterialien (Sprengstoff / Zünder) mitbrachten. Nach dem Frühstück ging es dann los.
Wie es sich für solche Maßnahmen gehört, fing es dann auch gleich an zu regnen.
Aber egal; es gab noch ne Menge zu tun.

Während die Sprengberechtigten dabei waren, den Sprengstoff in die richtigen Portionen aufzuteilen, wurden anderweitig sog. "BigPacks" mit Wasser befüllt, Diese dienten später als Puffer für die aufgelegten Ladungen.
Mit dem Radlader wurden die Decke noch weiter mit Sand abgedeckt und die letzten Gummimatten in Position gebracht.


Dann ging es in die heiße Phase; die Bohrlöcher wurden mit Sprengstoff besetzt und die Zünder angebracht. Auf dem Bild erkennt man Helmut Scholl beim anbringen der aufgelegten Ladung. Nach der Überprüfung des sog. Zündkreises mit einem Zündkreiseprüfer hieß es dann:

Widerstand OK; Zündkreis steht!!

Bevor es dann zum Mittagessen ging, mußte nur noch der Graben mit Sand und BigPacks verdämmt werden .


Nach dem Mittagessen wurden die Helfer an den vorher abgesprochenen Absperrpunkten verteilt, damit während der Sprengung niemand dem Objekt zu nahe kommen konnte. Als alles soweit vorbereitet und das Objekt vom Gewerbeaufsichtsamt abgesegnet war, kam der große Moment.
Zündmaschine anschließen, Warnsignale geben, 3 - 2 - 1 und: BUMM


Und so sah das Ergebnis aus; eine große Sauerei.


Die Sprengberechtigten waren zufrieden; es hat alles so geklappt, wie es geplant war. Dann ging es ans Aufrämen und Saubermachen. Der durch den Regen total nasse Sand hatte sich als eine 2 cm dicke Schlammschicht im Hof verteilt. Auch die Fassade blieb nicht verschont. Doch mit vereinten Kräften und der Unterstützung der Drehleiter der Feuerwehr aus Püttlingen, war nach ca 2 Stunden das gröbste vergessen.