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Helfer im Einsatz

Jahresabschlussübung des Ortsverbandes 2008

angenommene Lage:

Bei Arbeiten an einer Heizungsanlage in der ehemaligen Grundschule Viktoria in Püttlingen kam es zu einer Gasexplosion. Da zum Zeitpunkt der Explosion mehrere Firmen mit Arbeiten beschäftigt waren, musste man davon ausgehen, dass sich mehrere Personen im Gebäude aufhielten.

Nach der Alarmierung durch die Einsatzleitung rückte der Zugtrupp, die 1. Bergunsgruppe und die 2. Bergunsgruppe zur Einsatzstelle aus. Nachdem sich der Zugführer einen ersten Überblick über die Schadenslage machen konnte, legte er zwei Einsatzabschnitte fest.

  1. Einsatzabschnitt: Erdgeschoss und Keller
    hier wurden laut Zeugenaussagen 6 Personen vermisst, zudem galt es die einsturzgefährdete Kellerdecke zu stabilisieren.

  2. Einsatzabschnitt: Obergeschoss und Dachgeschoss
    hier wurden 3 Personen vermisst. Schwierigkeit hier war es einen anderen Zugang zu finden, da das Treppenhaus aufgrund der Explosion nicht mehr begehbar war.

Nach Ankunft der 1. Bergungsgruppe wurde ein Angrifftrupp und ein Sicherungstrupp unter Atemschutz gebildet. Der Angrifftrupp wurde damit beauftragt, die vermissten Personen zu lokalisieren und die Decke mittels Baustützen zu sichern. Nachdem 4 Personen ohne große Hilfe den Schadensbereich verlassen konnten, mussten aufgrund ihrer Verletzungen 2 Personen behutsam mittels Schleifkorb und Vakuummatratze gerettet werden.

Währendessen war die 2. Bergungsgruppe am Einsatzort eingetroffen. Nach einer kurzen Rücksprache des Gruppenführers beim Zugführer wurden hier ebenfalls zwei Atemschutztrupps gebildet, die sich über Steckleiterteile in das zweite Obergeschoss einen Zugang verschafften. Dabei musste die Scheibe eines fensters eingeschlagen werden. Nach kurzer Suche konnte hier eine Person gefunden und mittels Schleifkorb und 4-Mannmethode gerettet werden. Die beiden anderen Verletzten wurden über einen mittlerweile hergestellten Leiterhebel aus dem 1. Stock abgelassen und dem Rettungsdienst übergeben.

Zwischenzeitliche hatte der Zugführer einen Atemschutztrupp damit beauftragt, das Gebäude mit dem neuen Mehrgasmessgerät Auer X–AM 7000 zu untersuchen. Dabei wurde keine gefährlichen Konzentrationen festgestellt, so das der weitere Einsatz ohne Atemschutzgeräte durchgeführt werden konnte.

Noch während des Rückbaus kam es aufgrund der Witterungsverhältnisse, Schnee und Sturm, zu einem Verkehrsunfall „Am Wasserwerk“ in Völklingen. Eine umgestürzte 25m hohe Tanne hatte einen PKW begraben, der sich auf dem Waldparkplatz stand.

Die Einsatzleitung alarmierte sofort die 1. Bergungsgruppe, da diese einen Scher- und Spreizersatz auf dem GKW verlastet hat. Zusätzlich wurde auch die Fachgruppe Räumen des Ortsverbandes mit in das Übungsgeschehen eingebunden. Die Fachgruppe wurde zur Beräumung der Unfallstelle nachalarmiert. Noch während der Anfahrt der 1. Bergungsgruppe begann die Fachgruppe damit, die verletzte Person zu betreuen. Zudem wurde ein Teil des Baumes zur Entlastung des Autos zurückgeschnitten. Nach Eintreffen der 1. Bergungsgruppe übernahm diese sofort die Betreuung der eingeklemmten Person durch den Rettungsassistenten, der Rest der Mannschaft kümmerte sich inzwischen um einen schnellen Aufbau des Scher- und Spreizersatzes, um das eingedrückte Dach des PKW zu entfernen. Nachdem dies geschehen war, wurde die Person mittels Rettungsbrett geborgen und an den Rettungsdienst übergeben. Zeitgleich sorgte die FgR. Räumen dafür, dass der Baum vom Parkplatz entfernt wurde. Dies geschah durch das Bergungsräumgerät und den Zweischalengreifer.

Nach dem der komplette 1. Technische Zug die Einsatzbereitschaft wieder hergestellte hatte, konnte man zur Übungskritik übergehen. Diese fiel im großen und Ganzen recht positiv aus, doch wurden auch punkte aufgedeckt, an denen noch Verbesserungen nötig sind. Bei Schnitzel und Pommes lies man den Tag ausklingen und beim gemütlichen zusammensein wurde noch viel über die Geschehnisse des Tages diskutiert.